Wie lange dauert es, bis eine Photovoltaikanlage tatsächlich Strom liefert? Die ehrliche Antwort lautet meistens: Das hängt davon ab. An einem Einfamilienhaus im Ortenaukreis haben wir es genau dokumentiert. Vom Auftrag bis zum Netzanschluss vergingen 26 Werktage, also gut fünf Wochen.
Vom Auftrag bis zum Netzanschluss
Der Ablauf im Einzelnen:
4. Februar 2025: Auftrag für eine Photovoltaikanlage mit 8,19 kWp inklusive Speicher.
12. Februar 2025: Dachmontage der 18 Module, acht Kalendertage nach Auftragserteilung.
11. März 2025: Wechselrichter und Speicher installiert, technische Abnahme erfolgt, Anlage am Netz.
Zwischen Auftrag und Netzanschluss lagen 35 Kalendertage. Der längste Abschnitt war dabei nicht die Montage, sondern das Verfahren beim Netzbetreiber. Das ist typisch und der Punkt, an dem die meisten Projekte Zeit verlieren.
Die Anlage im Detail
- 18 AIKO-Module mit je 455 Watt in Glas-Glas-Ausführung, zusammen 8,19 kWp
- Wechselrichter für die Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom
- Batteriespeicher, damit der Mittagsstrom auch abends zur Verfügung steht
Gerechnet mit 1.100 Kilowattstunden je Kilowatt Peak, einem realistischen Wert für unsere Region, sind das rund 9.000 Kilowattstunden im Jahr. Bei guter Südausrichtung sind bis zu 1.200 Kilowattstunden je Kilowatt Peak möglich, dann liegt der Ertrag bei etwa 9.800 Kilowattstunden. Mit dem Speicher deckt die Familie damit den überwiegenden Teil ihres Strombedarfs selbst und bezieht deutlich weniger aus dem öffentlichen Netz.
Warum wir AIKO-Module in Glas-Glas verbauen
Bei den Modulen setzen wir auf die ABC-Technik von AIKO. Alle elektrischen Kontakte liegen dabei auf der Rückseite der Zelle, die Vorderseite bleibt frei. Das bringt zwei Vorteile, die im Alltag zählen.
Deutlich robuster bei Verschattung. Fällt der Schatten eines Kamins oder eines Astes auf eine Zelle, verliert das Modul rund 1,85 Prozent Leistung. Bei üblichen Halbzellen-Modulen sind es an derselben Stelle etwa 16,7 Prozent. Auf verwinkelten Dächern und bei Bäumen in der Nähe macht das über das Jahr einen spürbaren Unterschied.
Glas-Glas statt Glas-Folie. Zwei Glasscheiben schützen die Zellen von beiden Seiten. Das Modul ist mechanisch belastbarer, altert langsamer und hält Hagel besser stand als eine Ausführung mit Kunststoff-Rückseite. In der Ortenau ist Hagel kein theoretisches Thema.
Warum es so schnell ging
- Der Bauherr hat zügig entschieden. Zwischen Angebot und Auftrag lagen keine Wochen des Abwägens.
- Die Komponenten waren verfügbar. Wir planen mit festen Fabrikaten, die wir bevorraten, statt mit dem, was gerade am günstigsten zu bekommen ist.
- Das Montageteam war eingespielt. Dachmontage, Elektroinstallation und Speicheranschluss laufen bei uns über dieselbe Mannschaft.
- Die Anmeldung lief über uns. Netzbetreiberanmeldung und Marktstammdatenregister übernehmen wir, der Kunde muss sich darum nicht kümmern.
Gute Voraussetzungen in der Ortenau
In der Ortenau, im Raum Lahr, im Breisgau, am Kaiserstuhl, rund um Freiburg und im Schwarzwald liegt die Sonneneinstrahlung mit bis zu 1.900 Stunden im Jahr deutlich über dem Bundesschnitt von etwa 1.600 Stunden. Eine Anlage bringt hier also mehr Ertrag als dieselbe Anlage weiter nördlich.
Ein Nachtrag, der zeigt, warum Tempo sich lohnt
Weil die Anlage im März 2025 ans Netz ging, bekommt diese Familie 7,94 Cent je Kilowattstunde für den eingespeisten Strom, und zwar 20 Jahre lang garantiert. Für Anlagen, die heute in Betrieb gehen, sind es noch 7,70 Cent. Die Vergütung sinkt planmäßig alle sechs Monate. Wer die Entscheidung um ein halbes Jahr schiebt, nimmt den niedrigeren Satz mit, und das für die gesamte Laufzeit.
Was das Beispiel zeigt
Eine Photovoltaikanlage ist eine Investition für zwanzig Jahre und mehr. Die Installation selbst dauert aber keine Ewigkeit. Wenn Planung, Material, Montage und Anmeldung ineinandergreifen, sind fünf Wochen ein realistischer Zeitraum, auch wenn es je nach Netzbetreiber und Objekt länger dauern kann.
Sie überlegen, ob sich das auf Ihrem Dach lohnt? Sprechen Sie uns an. Wir schauen uns Ihr Objekt an und sagen Ihnen ehrlich, was geht und was es kostet.
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Herzlichst
Ihr Dirk Lorich

