Wer 2027 eine Photovoltaikanlage in Betrieb nimmt, muss sich auf neue Spielregeln einstellen. Nach dem geplanten EEG 2027 soll die feste Einspeisevergütung für kleine Anlagen wegfallen. An ihre Stelle treten eine Übergangsvergütung und danach die Direktvermarktung. Wir von UPC Cooltec Solar haben am 25. September 2026 an einem Fachwebinar zu diesem Thema teilgenommen und fassen hier die wichtigsten Punkte zusammen.
Was sich mit dem EEG 2027 ändern soll
Heute erhalten kleine Photovoltaikanlagen eine feste Einspeisevergütung von rund 7,7 Cent je Kilowattstunde. Nach den Angaben im Webinar sieht der Plan so aus:
Für eine Anlage, die 2027 in Betrieb geht, heißt das: Ab 2030 bringt eingespeister Strom nur noch dann Geld, wenn er direkt vermarktet wird.
Um wie viel Geld geht es?
Im Webinar wurde eine Beispielanlage durchgerechnet.
über 20 Jahre Betriebsdauer bei vergleichsweise hoher Netzeinspeisung
Die Einspeisevergütung bleibt also ein spürbarer Teil der Wirtschaftlichkeit, auch wenn der Eigenverbrauch steigt. Die Direktvermarktung soll diesen Verlust teilweise oder ganz ausgleichen. Eine Garantie für bestimmte Erlöse gibt es nicht.
Direktvermarktung jetzt auch für kleine Anlagen
Bisher war die Direktvermarktung vor allem größeren Anlagen vorbehalten. Inzwischen gibt es Angebote, die sich an private Photovoltaikanlagen richten. Im Webinar wurden beispielhaft diese Konditionen genannt:
Der Vertrag lässt sich schon beim Kauf der Anlage abschließen. Er startet automatisch nach Ablauf der Übergangsfrist, auf Wunsch auch früher, wenn die technischen und regulatorischen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Grundgebühr fällt erst an, wenn die Direktvermarktung tatsächlich beginnt. Vor dem Start soll sich der Vertrag noch ändern oder auflösen lassen.
Rechenbeispiel mit diesen Zahlen
5.000 kWh × 5,81 ct = 290,50 € abzüglich 71,88 € Grundgebühr
Die tatsächlichen Erlöse hängen vom Marktpreis, vom Einspeiseprofil und von den vollständigen Vertragsbedingungen ab.
Der Speicher bekommt eine zweite Aufgabe
Bisher hatte ein Batteriespeicher vor allem einen Zweck: mehr eigenen Strom selbst nutzen. Künftig soll er zusätzlich für die Vermarktung arbeiten. Ein intelligentes Energiemanagement mit selbstlernendem Algorithmus steuert dafür Verbrauch im Haus, Erzeugung der Anlage und Speicher gemeinsam. Der Eigenverbrauch hat dabei Vorrang. Überschüssiger Strom wird möglichst dann eingespeist, wenn die Preise hoch sind.
Bisheriges Betriebsmodell
Zukünftiges Betriebsmodell mit Direktvermarktung
Der Hintergrund: An der Strombörse kann der Preis mittags bei 0 Cent liegen, abends deutlich darüber. Wer Strom mittags speichert und abends abgibt, kann davon profitieren.
Entwicklung der Speichergrößen
Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, ab welcher Speichergröße sich die Mehrkosten lohnen, wurde im Webinar nicht vorgestellt.
MiSpeL: mehr Spielraum für Speicher
Mit der angekündigten Regelung MiSpeL sollen Batteriespeicher flexibler am Strommarkt eingesetzt werden können. Genannt wurden:
- Flexiblere Nutzung des Batteriespeichers
- Rückspeisung von Batteriestrom ins Netz
- Bidirektionales Laden von Elektroautos
- Zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten
Wann das flächendeckend startet, hängt auch von den Netzbetreibern ab. Einen festen Termin gibt es nicht.
Ohne Smart Meter geht es nicht
Dafür reicht auch ein Smart Meter des Netzbetreibers oder eines anderen Messstellenbetreibers, wenn er aktiviert ist und die Daten übermittelt. Ein vorhandener Smart Meter muss also nicht grundsätzlich ausgetauscht werden.
Der Zeitplan im Überblick
Die PV-Anlage wird künftig stärker als steuerbares Energiesystem betrachtet.
Die entscheidenden Komponenten sind:
- Photovoltaikanlage
- Passend dimensionierter Batteriespeicher
- Smart Meter
- Intelligentes Energiemanagement
- Dynamischer Stromtarif und Direktvermarktung
Für Sie heißt das: Nicht mehr allein die installierte PV-Leistung und der Eigenverbrauch entscheiden über die Wirtschaftlichkeit. Auch die zeitliche Steuerung von Stromerzeugung, Speicherung, Netzbezug und Einspeisung kann einen wesentlichen Beitrag leisten.
Sprechen Sie uns an
Sie planen eine Photovoltaikanlage für 2027 oder möchten wissen, wie sich die neuen Regeln auf Ihr Vorhaben auswirken? Wir beraten Sie gerne persönlich, von der Anlagengröße über den passenden Speicher bis zur Direktvermarktung.
UPC Cooltec Solar
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Über UPC-Cooltec Solar: Wir sind ein inhabergeführter Familienbetrieb aus Lahr-Kuhbach, seit über 25 Jahren am Markt. Neben der Photovoltaik betreuen wir Wärmepumpen sowie Klima- und Kältetechnik, alle Gewerke aus einer Hand. Unser Fokus liegt auf hochwertigen Komplettlösungen für Privatkunden und Gewerbe in der Region. Kontaktieren Sie uns jetzt!
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Herzlichst
Ihr Dirk Lorich

