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Ihr Leitfaden zu Solarstrom

Auf den meisten Dächern liegt eine Fläche brach, die jeden Tag Energie geschenkt bekommt. Eine Photovoltaikanlage macht daraus Strom, den Sie sonst teuer einkaufen müssten. Dieser Beitrag erklärt, wie das technisch funktioniert, was es kostet, was der Staat dazugibt und wo die Grenzen liegen. Alle Zahlen sind auf dem Stand von 2026.

UPC Cooltec Solar plant, installiert und wartet Photovoltaikanlagen in der Ortenau und in ganz Südbaden. Uns gibt es seit 1999.

Das Wichtigste in Kürze

Kurz zusammengefasst:

  • Selbst erzeugter Solarstrom kostet 5 bis 14 Cent je Kilowattstunde, aus dem Netz zahlen Sie 35 bis 45 Cent.
  • In Südbaden liefert eine Anlage rund 1.100 Kilowattstunden je Kilowatt Peak und Jahr.
  • Die Einspeisevergütung liegt bei 7,70 Cent, für Inbetriebnahme bis 31. Januar 2027 und dann 20 Jahre garantiert.
  • Auf Anlagen bis 30 kWp für Wohngebäude fällt keine Mehrwertsteuer an, die Einnahmen sind einkommensteuerfrei.
  • Amortisation: 9 bis 13 Jahre ohne Speicher, 12 bis 16 Jahre mit Speicher.

Was Solarstrom ist und wie er entsteht

In einer Solarzelle aus Silizium setzt einfallendes Licht Ladungsträger in Bewegung. So entsteht Gleichstrom, ganz ohne bewegliche Teile und ohne Geräusch. Ein Wechselrichter macht daraus Wechselstrom für Ihr Hausnetz. Gute Geräte arbeiten mit 96 bis 98 Prozent Wirkungsgrad.

Solarzelle, Modul, Anlage

Die drei Begriffe werden oft durcheinandergebracht. Die Solarzelle ist das kleinste Bauteil. Mehrere Dutzend davon ergeben ein Solarmodul, die Platte, die Sie auf dem Dach sehen. Mehrere Module zusammen mit Wechselrichter, Unterkonstruktion, Verkabelung und optional einem Batteriespeicher bilden die Anlage.

Wichtig ist das vor allem beim Angebotsvergleich. Ein Preis „je Modul“ sagt wenig, solange Sie nicht wissen, wie viel Watt das Modul leistet und was an Wechselrichter, Montage und Elektroinstallation dazukommt.

Welche Module heute verbaut werden

Der Markt hat sich entschieden. Monokristalline Module machen rund 98 Prozent der weltweiten Produktion aus. Polykristalline Module, in älteren Ratgebern noch als günstige Alternative beschrieben, sind praktisch vom Markt verschwunden.

ModultypWirkungsgradBedeutung 2026
Monokristallin20 bis 24 %Standard, rund 98 % Marktanteil
Polykristallin15 bis 18 %faktisch vom Markt verschwunden
Dünnschicht8 bis 20 %Nische, etwa 2 % Marktanteil

Wir verbauen AIKO-Module mit 485 Watt in Glas-Glas-Ausführung. Bei ihnen liegen alle elektrischen Kontakte auf der Rückseite der Zelle, was sie bei Verschattung deutlich robuster macht: Fällt Schatten auf eine Zelle, verliert das Modul rund 1,85 Prozent Leistung, bei üblichen Halbzellen-Modulen sind es etwa 16,7 Prozent.

Photovoltaik in Deutschland heute

Die Entwicklung der letzten Jahre ist beachtlich, und viele Ratgeber im Netz hinken ihr hinterher.

KennzahlStand
Installierte Leistungrund 117 Gigawatt (Januar 2026)
Anzahl der Anlagenetwa 5,7 Millionen
Zubau 2025gut 16 Gigawatt
Anteil an der Nettostromerzeugung16,8 % (2025), 19,3 % (1. Halbjahr 2026)
Batteriespeicherrund 2,4 Millionen mit über 25 GWh
Ziel des EEG bis 2030215 Gigawatt Photovoltaik

Photovoltaik ist damit zur zweitwichtigsten Stromquelle des Landes aufgestiegen. Insgesamt stammten 2025 rund 59 Prozent des deutschen Stroms aus erneuerbaren Quellen, im ersten Halbjahr 2026 waren es 61,8 Prozent. Das Ziel des Erneuerbare-Energien-Gesetzes liegt bei 80 Prozent bis 2030.

Einspeisevergütung: was Sie für Ihren Überschuss bekommen

Was Sie nicht selbst verbrauchen, geht ins öffentliche Netz und wird vergütet. Der Satz richtet sich danach, wann die Anlage in Betrieb geht, und gilt dann 20 Jahre lang unverändert.

Anlagen bis 10 kWp, Inbetriebnahme 1.8.2026 bis 31.1.2027Cent je kWh
Überschusseinspeisung (Sie verbrauchen selbst)7,70
Volleinspeisung (alles ins Netz)12,22

Größere Anlagen bekommen für die Leistung oberhalb von 10 kWp weniger. Gerechnet wird dann kein einheitlicher Satz, sondern ein gewichteter Mischsatz über die Leistungsstufen. Diese Rechnung nimmt Ihnen unser Konfigurator ab.

Ein Punkt, der oft falsch dargestellt wird: Die Vergütung sinkt planmäßig alle sechs Monate. Wer den Kauf um ein halbes Jahr schiebt, nimmt den dann niedrigeren Satz mit, und zwar für die gesamte Laufzeit von zwanzig Jahren.

Rechnerisch lohnt sich der Eigenverbrauch aber ohnehin weit mehr als die Einspeisung. Sie sparen 35 bis 45 Cent, wo Sie eingespeist 7,70 Cent bekommen.

Planung: worauf es wirklich ankommt

  • Ihr Stromverbrauch, heute und in fünf Jahren. Ein Haushalt mit 3.500 kWh kommt mit etwa 5 kWp aus, bei 6.500 kWh sind rund 8 kWp sinnvoll. Kommen Wärmepumpe oder Elektroauto dazu, muss das von Anfang an eingerechnet werden.
  • Dachfläche und Ausrichtung. Süden bringt den höchsten Ertrag, ideal bei 30 bis 35 Grad Neigung. Ost und West erreichen davon noch 85 bis 90 Prozent und verteilen den Strom gleichmäßiger über den Tag, was dem Eigenverbrauch zugutekommt.
  • Verschattung. Kamin, Gaube, Baum oder Nachbarhaus. Was hier übersehen wird, kostet später Ertrag.
  • Der Speicher. Als Faustregel etwa 1 kWh Kapazität je kWp Anlagenleistung. Wer erst später nachrüsten will, sollte gleich einen Hybrid-Wechselrichter einbauen lassen.
  • Der Zustand des Dachs. Steht in den nächsten Jahren eine Sanierung an, sollte sie vor der Anlage kommen oder gleich zusammen erfolgen.

Wie viel davon bei Ihnen ankommt, hängt am Speicher:

KennwertOhne SpeicherMit Speicher
Autarkiegrad25 bis 35 %60 bis 80 %
Eigenverbrauchsquote30 bis 40 %50 bis 60 %

Vollständige Unabhängigkeit vom Netz ist bei einem normalen Wohnhaus übrigens nicht erreichbar. Im Dezember und Januar liefert auch die beste Anlage zu wenig.

Was eine Anlage kostet

Die folgenden Werte gelten für schlüsselfertige Anlagen mit Speicher, inklusive Material, Planung, Lieferung, Montage, Netzanschluss und Inbetriebnahme.

LeistungSpeicherErtrag pro JahrKosten (€)
5 kWp4 bis 6 kWhca. 5.500 kWh11.500 – 13.500
8 kWp6 bis 8 kWhca. 8.800 kWh16.500 – 18.500
10 kWp8 bis 10 kWhca. 11.000 kWh19.500 – 22.000
12 kWp10 bis 12 kWhca. 13.200 kWh22.800 – 25.500

Ohne Speicher liegt der Preis bei rund 1.200 bis 1.600 Euro je Kilowatt Peak. Für Wartung, Prüfung und Versicherung rechnen Sie mit 300 bis 400 Euro im Jahr.

Ertragswerte gerechnet mit 1.100 kWh je kWp für Südbaden. Die tatsächlichen Kosten können je nach Objekt abweichen, insbesondere durch Mehrkosten für Zählerschrank, Potenzialausgleich, Gerüst oder Baustellenabsicherung.

Förderung und Steuern 2026

  • Keine Mehrwertsteuer auf Lieferung und Installation von Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden. Gilt seit 2023 und ist unbefristet.
  • Einkommensteuerfreie Einnahmen. Die Erträge kleiner Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden sind von der Einkommensteuer befreit, und der Betrieb wurde spürbar entbürokratisiert.
  • KfW-Programm 270. Finanziert bis zu 100 Prozent der Kosten inklusive Speicher, der effektive Jahreszins beginnt je nach Bonität bei rund 3,8 Prozent.
  • L-Bank Baden-Württemberg. Zinsgünstiges Darlehen „Wohnen mit Zukunft: Photovoltaik“, beantragt über Ihre Hausbank.
  • Kommunale Zuschüsse. Ein landesweites Zuschussprogramm gibt es in Baden-Württemberg derzeit nicht, einzelne Gemeinden fördern aber. Freiburg zahlt über „Klimafreundlich wohnen“ beispielsweise 150 Euro je kWp, maximal 1.500 Euro.

Was an Ihrer Adresse gilt, prüfen wir vor jedem Angebot. Wie sich die steuerliche Seite in Ihrem Fall auswirkt, klären Sie bitte mit Ihrem Steuerberater. Wir planen die Technik, die steuerliche Beratung gehört in andere Hände.

Netzanschluss und Direktvermarktung

Bevor Ihre Anlage einspeisen darf, muss sie beim Netzbetreiber angemeldet und geprüft werden, und es wird ein Zweirichtungszähler gesetzt. Dazu kommt die Anmeldung im Marktstammdatenregister, die innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen muss. Beides übernehmen wir für Sie.

Erfahrungsgemäß ist dieser Abschnitt der längste im ganzen Projekt. Die Montage selbst dauert bei einem Einfamilienhaus ein bis zwei Tage, das Verfahren beim Netzbetreiber deutlich länger.

Neben der festen Einspeisevergütung gibt es die Direktvermarktung, bei der Ihr Strom zu Börsenpreisen verkauft wird. Das kann mehr einbringen, verursacht aber Kosten für Messtechnik und Vermarkter und lohnt sich deshalb in aller Regel erst bei größeren Anlagen. Für ein Einfamilienhaus ist die feste Vergütung fast immer die bessere Wahl.

Die Umweltbilanz

Im Betrieb entsteht kein CO2. Rechnet man Herstellung, Transport und Entsorgung mit ein, liegt Solarstrom bei rund 40 bis 60 Gramm CO2 je Kilowattstunde. Braunkohlestrom kommt auf über 1.000 Gramm.

Die Energie, die für die Herstellung eines Moduls nötig war, hat die Anlage in ein bis zwei Jahren wieder eingespielt. Danach liefert sie über zwei Jahrzehnte Überschuss. 2025 wurden in Deutschland durch Photovoltaik rund 60 Millionen Tonnen CO2 vermieden.

Fazit

Die Rechnung ist am Ende einfach. Sie erzeugen Strom für 5 bis 14 Cent, den Sie sonst für 35 bis 45 Cent kaufen müssten. Nach 9 bis 13 Jahren ist die Anlage bezahlt, und sie läuft über 25 Jahre.

Entscheidend ist nicht das Ob, sondern das Wie: die Auslegung nach Ihrem Verbrauch, die Qualität der Komponenten und die Frage, ob Speicher, Wärmepumpe und Wallbox zusammenspielen. Genau dort setzen wir an.

Am schnellsten sehen Sie Ihre eigenen Zahlen im Konfigurator. Halten Sie Ihre letzte Stromrechnung bereit, dann dauert es 15 bis 20 Minuten.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Solarzelle und Solarmodul?

Die Solarzelle ist das kleinste Bauteil und wandelt Licht in Strom um. Mehrere Dutzend Zellen ergeben ein Modul, also die Platte auf dem Dach. Mehrere Module zusammen mit Wechselrichter und Verkabelung bilden die Anlage.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung aktuell?

Für Anlagen bis 10 kWp, die zwischen dem 1. August 2026 und dem 31. Januar 2027 in Betrieb gehen, sind es 7,70 Cent je Kilowattstunde bei Überschusseinspeisung und 12,22 Cent bei Volleinspeisung. Der Satz gilt dann 20 Jahre.

Welche Steuern fallen an?

Beim Kauf einer Anlage bis 30 kWp für ein Wohngebäude fällt keine Mehrwertsteuer an. Die Einnahmen kleiner Anlagen sind einkommensteuerfrei. Wie das in Ihrem Fall konkret aussieht, klären Sie bitte mit Ihrem Steuerberater.

Wann hat sich die Anlage bezahlt gemacht?

In unserer Region nach etwa 9 bis 13 Jahren ohne Speicher, mit Speicher nach 12 bis 16 Jahren. Der Speicher verlängert die Amortisation, erhöht aber die Autarkie von 25 bis 35 Prozent auf 60 bis 80 Prozent.

Lohnt sich die Direktvermarktung?

In aller Regel erst bei größeren Anlagen. Sie bringt Börsenpreise statt fester Vergütung, verursacht aber Kosten für Messtechnik und Vermarkter. Für ein Einfamilienhaus ist die feste Einspeisevergütung fast immer die bessere Wahl.

Wie viel Dachfläche brauche ich?

Als Anhaltspunkt rund 5 Quadratmeter je Kilowatt Peak. Für eine 10-kWp-Anlage sind das etwa 50 Quadratmeter. Genau ermitteln wir das über die Belegung auf dem Satellitenbild.

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📞 Telefon: 07821 983979

UPC Cooltec Solar, Ihr Partner für Photovoltaik und Energiesysteme.

Herzlichst
Ihr Dirk Lorich